Der 11. September 2001 bleibt wohl ein unvergesslicher Tag
für alle Anwohner und Flifis der Oos !
Da lief vom Bauernhof in Roth die Gülle erst in den Fricksbach, der dann in Müllenborn in den Oosbach mündet. Das Fricksbachwasser bestand fast vollständig aus Gülle, es waren unvorstellbare Mengen, die mit Schaumbergen hier abliefen.
In der Presse wurde von 80.000 L Gülle berichtet. Im Fricksbach hat kein Fisch die Katastrophe überlebt.
Wie groß die Güllemengen waren zeigt auch der Oosbach,
der sich hinter der Mündung des Fricksbaches komplett braun färbte.
Die Sichttiefe betrug nur wenige Zentimeter.
Bis nach Gerolstein-Lissingen fanden sich tote Fische.Überwiegend verendeten Bach- und Regenbogenforellen.
Ein Fisch wog über 7 kg. !!
Auch große Äschen verendeten. Dies ist um so bedauerlicher, da in anderen Eifler Äschengewässern derzeit ein starker Rückgang dieser wunderschönen heimischen Fischart zu registrieren ist.
Die Oosbach-Äschen waren ein genetisches Reservoir eines an die hiesigen Lebensbedingungen
angepassten heimischen Äschenbestandes.

Die Umweltkripo Wittlich, hier mit Peter J. Neu, konnte nur noch Wasser- und Fischproben sicherstellen.
Die Gesamtlänge der durch die Gülleeinleitung geschädigten Strecken im Fricksbach und im Oosbach
beträgt etwa 5 km. Der Fischbestand ist auf dieser Strecke fast völlig vernichtet worden.


Die Oos 1 Jahr danach.....

deutlich sind die Algenrasen auf den Steinen des Gewässergrundes zu sehen,
die auf eine immer noch anhaltende Belastung des Bachwassers mit Nährstoffen hindeuten.
Wie ist es nun, fast 1 Jahr nach dem Chaos um die Oos bestellt ?

Auskunft erteilt: Helmut Witt Tel. 0221 - 3605728